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Verreimte Geschichten, Gedichte und Lieder
Alles keine Gründe, Kommoden zu zerhacken

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Ausgedacht und aufgesagt

 

In Neukölln und anderswo

In Neukölln und anderswo
wären vielen Menschen froh,
wenn es diese Fahrradfahrer
vielleicht am besten gar nicht gäbe
oder doch – und das zumindest
nicht so störend, - unsichtbarer!

Ich gehör nun selbst dazu,
also - zu den Unerwünschten
und so passierte es mir neulich
als mein Rad,
ich schob es grade
auf dem schmalen Bürgersteig
vorbei an einer Obstauslage
einer alten Dame
unangenehm störend,
und höchstempörend
in die Augen stach,
denn es wollte gar nicht passen
in ihr Bild von deutschen Straßen
netten, hübschen und adretten
Bürgersteigen, Trottoiren
die sie täglich abflanierte
wenn sie zu ihrem Arzt spazierte.

Ach, wenn’s das nur gewesen wär
doch es kam viel schlimmer noch!
Hatte ich mich – scheints - ungeniert
über die Regeln des Verkehrs
eigenwillig hinweggesetzt
und nun musste sie es mir
- wurde sie durch mein Verhalten doch dazu gezwungen! -
mit ihrem Krückstock deutlich machen:

Das hier ist eine EINBAHNSTRASSE!!!!
Sie müssen ihr Rad in die andere Richtung schieben!
(Das war's, ihr lieben.)

(1993+2004 © A.Dufft)

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