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1) Klein-Gino, sag was machst du da?
fragt der Papa und auch die Mama
willst du nicht mal nach draußen gehen
und nach den Tier’n im Walde sehn
schau die Häslein hoppeln durch die Wiesen fein
und am Himmel droben kleine Vögelein
Gino sieht sich dieses lust’ge Schauspiel an
Und schon fasst er einen verwegenen Plan:
2) Ein Vogelfänger wollt er sein
und fing er die kleinen Vöglein ein
und baute Käfige in großer Zahl
und schon begann das Infernal
denn ihm fehlt es an Erfahrung noch
Doch seine Motivation war hoch
Er griff sich hier und schnappte dort
Einen kleinen Vogel im Fluge fort
Und die Kinder schrien hinter ihm her:
Meisenmörder! Meisenmörder! Meisenmörde-er!
3) Klein Gino ließ sich davon nicht verwirrn
wurde groß und größer auch sein Hirn
und er strengte sich beim Fangen an
nur noch wenige Vöglein glaubten dran
In der Schule nach zwei Jahren schon
Hatte er das Vogelfängermeisterdiplom
Und aus dem Meisenmörder wurde ein
Singvogellieferant gar fein
Aus der Erinnerung klingt’s leis hinter im her
Meisenmörder, Meisenmörder, Meisenmörde-er
4) Ein Vogelfänger ist er nun
und hat im ganzen Land zu tun
Stets lustig heißa hopsasa
Bei Alt und Jung ist er der Star
Es beschloss ein Gremium: nennt ihn posthum
Papageno ! - denn „Gino“, das klingt dumm
Und im Walde schallte es dann lange noch:
Papageno lebe hoch!
(2006 © A.Dufft)