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1.
Krach, Lärm, Durcheinander,
lärmende
Betriebsamkeit

2.
Zeitlich, örtlich und vom Anlass her neutral nennt man diese Veranstaltungen
Volksfest oder Rummel.
2a.
Ansonsten gilt folgendes:
Kirchweihfest,
Kirchweih, Kirchmess, Kirmes, Kerwe, Kerb, Chilbi

3.
Davon abgeleitet findet an vielen Orten einmal jährlich ein Jahrmarkt
statt: z.B. Baumblütenfest, Maientage, Schützenfest, Erntedankfest,
Oktoberfest, länderfreundschaftliche Feste, wie das Deutsch-Französische
Volksfest oder thematische wie Historische Jahrmärkte oder Mittelalterfeste.
4.
Feste ganzjährige Einrichtungen
auf Plätzen, in Parks und Wäldern sind z.B.:
Tivoli, Kopenhagen
Dom, Hamburg
Prater, Wien
Luna Park, Moskau
und
Kulturpark
Plänterwald in
Berlin
(jetzt Spreepark genannt, aber als dieser noch nie
eröffnet) - das Gelände siecht morbide vor sich hin und auch
das große Saueriersterben hat hier nun endlich auch seine Opfer gefunden:

5.
Sehr rummelig sind auch die neu erfundenen Länder: Fantasialand, Disneyland,
Legoland, Bobbejaanland usw. oder gleich noch ne Nummer größer:
Disney World, Walibi World
(die Aufzählung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollzähligkeit!)
6.
Wichtig: Warnungen sind unbedingt ernst zu nehmen!

7.
In Berlin beginnt die Rummelsaison im allgemeinen mit dem großen Frühlingsfest.
Gleich folgt die Britzer Baumblüte im April, ein kleines, fast familiäres
Volksfest, dicht gefolgt von den Neuköllner Maientagen, und geht mit
den Kreuzberger festlichen Tagen langsam dem Ende zu, in Form eines (Mini-)Oktoberfestes.
Und um die lange Zeit bis zur nächsten Saison ein bisschen zu verkürzen,
gestalten sich manche Weihnachtsmärkte auch zu Rummelplätzen.
Einen
Übersichtsplan der aktuellen Rummeltermine in Berlin gibt es beim Berliner
Schaustellerverband.
7a.
Hier noch ein interner Kommentar zu den
"Kreuzberger Festlichen Tagen":
Früher war alles besser!

8.
Es gab mal einen "zentralen" Festplatz annähernd in der Mitte Berlins,
nämlich auf dem Lützowplatz. Hier startete einst die Rummelsaison
mit dem Frühlingsfest. Wegen der zentralen Umbaumaßnahmen, die
den Stadtkern irgendwann nicht mehr wiedererkennen lassen, wurde das Fest
zunächst auf ein brachliegendes Gelände in der Stresemannstraße
verschoben. Aber weil da auch nichts mehr brach liegen darf, ist es nun auf
dem...
9.
...(neuen) "Zentralen Festplatz" am Kurt-Schuhmacher-Damm neu zum Leben erweckt
worden. Wer glaubt, dass dies ein Ort mit Tradition sei, weiß es ja
nun besser.
10.
Ein Ort mit Tradition dagegen war - zumindest zu West-Berliner Mauerzeiten
- das Messegelände rund um den Funkturm. Hier gab es den größten
und einzigen (?) Indoor-Rummelplatz: mitten in Westberlin als Weihnachtsmarkt
getarnt. Neben vielen spätwirtschaftswunderlichen Verkaufshallen standen
dort - bis zum Anfang der 80er Jahre(?) - natürlich auch Weihnachtsstern-Bastelstuben
für die ieben Kleinen, mehrere Hallen, in denen man Kunsthandwerkern
bei der Arbeit zusehen und manchmal auch bei Glasblasen oder Weben mithelfen
durfte, auch (anfangs eine, später) zwei große Rummelhallen, mit
allem was das Herz begehrt. Heidewitzka!
Ein neues Spiel, ein neues Glück!
Das macht Freude, das macht Spaß!
Und Lärm.
10a.
Jette hat mal auf einen alten Stadtplan (Falk, 46. Auflage) geschaut und zeigt
jetzt mal, wie kuschelig die ganze Anlage einst aussah:
11.
Frauendult - im bairischen ist Dult die Bezeichnung für Jahrmarkt und/oder
Kirchweihfest. Zu Maria Himmelfahrt scheint zumindest in Pfaffenhofen (an
der Ilm) speziell für (oder von?) Frauen der/die/das Frauendult traditionell
zu sein.
Der Name Frauendult soll wohl vor allem den bairischen Männern bedeuten,
dass sie's dulden müssen, wenn ihre Frauen jetzt mal in der Möbius-Achterbahn
(siehe unten) ohne technische Begleitvorträge völlig ausrasten.
12.
Möbiusband
- Bei sogenannten Möbius-Achterbahnen beschreibt die Strecke eine Unendlichkeit
in der Art des Möbiusbandes.


Überraschungen mit
dem Möbiusband
Zusatztipps für junge Zauberer:
Bitte jemanden aus dem Publikum das unzerschnittene Band auf der einen
Seite rot und auf der anderen Seite grün anzumalen. Natürlich wird
er sagen "Kein Problem!"
aber dann....
Schneide das Möbiusband dreimal längst durch! Und: Verdehe das Band
zweimal und schneide einmal längst oder auch zweimal längst.
Wetten, dass sich niemand vorstellen kann, was jeweils als Ergebnis herauskommt?
14.
Pelle hat sein eigenes Möbiusband: