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Es werden gleichzeitig gemeinsam soviele Gedichte verfasst, wie es Mitspieler
gibt.
Jeder Mitspieler benötigt einen Zettel, vorzugsweise DinA4 und einen
Stift.
Jeder Mitspieler schreibt an den oberen Rand eine Textzeile, mit der eine
Geschichte, beziehungsweise ein Gedicht beginnen könnte.
Ist dies geschehen, gibt jeder seinen Zettel an seinen jeweils linken Nachbarn
weiter.
Dieser schreibt eine Zeile darunter, die drei Bedingungen erfüllen muss:
1) sie reimt sich auf die erste Zeile,
2) sie spinnt am roten Faden der angefangenen Geschichte weiter - und
3) sie passt sich dem Rhythmus der vorhergehenden Zeile an.
Darunter schreibt der gleiche Verfasser noch eine weitere Zeile, die sich
auf gar keinen Fall auf die vorhergehende Zeile reimen soll, aber die beiden
anderen Bedingungen erfüllt.
Nun wird der Zettel so nach hinten umgefaltet, dass nur noch diese letzte
Zeile zusehen ist.
Der Zettel wird wieder an den jeweils linken Spielnachbarn weitergegeben.
Das ganze Verfahren wird wie oben beschrieben wiederholt: erst eine Zeile
hinzufügen, die sich reimt und dann gleich noch eine, die sich nicht
reimt, nach hinten umfalten und an den Nachbarn weitergeben, der nur die allerletzte
Zeile zu sehen kriegt.
So geht es immer weiter, bis die Zettel voll sind. Besonders gelungen klingt
ein fertiges Gedicht, wenn es nicht einfach mittendrin abbricht, weil der
Zettel zufällig gerade voll ist, sondern rechtzeitig die Kurve zum pointierten
Schluss gefunden wird.